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23. Juni 2026  (aktualisiert am 23. Juni 2026)

Neuer Glanz für alte Mauern

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 4 Min. Lesezeit | #Denkmalschutz  #Nachhaltigkeit  #Baudenkmäler  #Mauersanierung  #Denkmalpflege 

Baudenkmäler müssen sich heute den gleichen Nachhaltigkeitsanforderungen stellen wie jedes andere Gebäude. Viele Kritiker stellen das Nachhaltigkeitspotenzial von Baudenkmälern infrage. Zudem stellen neue gesetzliche Entwicklungen Klimaschutzmaßnahmen wie Solaranlagen und energetische Sanierungen immer häufiger über den Denkmalschutz.

Sanierungsbedürftige Außenwände des Schloss der Fürstenfamilie Lobkowitz in Waldthurn
Experten aus dem Bereich Bestandsentwicklung zeigen jedoch, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit bei interdisziplinärer Planung keine Gegensätze sind, auch nicht bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit.

In der öffentlichen Wahrnehmung gilt Denkmalschutz oftmals als das Gegenteil von Nachhaltigkeit: Denkmäler seien energetisch problematisch, stünden dem Fortschritt im Weg und stellten auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Herausforderung dar. Aber im Denkmalschutz ist Nachhaltigkeit seit jeher ein Kernthema. Denkmale zu erhalten, ist gelebte Nachhaltigkeit.

Mauersanierung des Schloss der Fürstenfamilie Lobkowitz in Waldthurn
Die Historie zeigt, dass Denkmalpflege und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind: Seit Jahrhunderten überliefern die Menschen ihr Wissen zu Techniken und Materialien an nachfolgende Generationen. Sie nutzen natürliche und beständige Baumaterialen aus ihrer Region, um ihre historischen Gebäude instand zu halten. So können historische Gebäude über Hunderte von Jahren genutzt werden. Die in den Bauten gebundene Energie bleibt erhalten und wird quasi in die Zukunft getragen.

Die Sanierung eines Baudenkmals gleicht einem Drahtseilakt: Einerseits gilt es, die vorhandene Substanz bestmöglich zu erhalten. Andererseits soll der Ist-Zustand an aktuelle Standards angenähert werden. Ein Sanierungsprojekt, das diesen Spagat meistert, kann im oberpfälzischen Waldthurn begutachtet werden. Hier wurde in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt das historische Neue Schloss der Fürstenfamilie Lobkowitz mithilfe moderner Putz- und Dämmsysteme grunderneuert.
rissiges und zerklüftetes Mauerwerke eines Hauses
Ausgleichmasse wird an eine Außenwand gegeben
Risse, zerklüftetes Mauerwerk, Feuchte- und Salzschäden: Das sind nur einige der Herausforderungen, mit denen es Planer und Verarbeiter bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden zu tun haben. Die Maxit-Gruppe bietet als Spezialist eine Vielzahl von Bauprodukten und eine hausinterne Einheit mit Fachleuten für die Sanierung von Baudenkmälern.

Für die Rekonstruktion und energetische Ertüchtigung der Außenwände kam die mineralische Spritzdämmung maxit ecosphere zum Einsatz. Die Innenwände im Erdgeschoss wurden mit einem feuchtebeständigen Trasskalkputz instand gesetzt. Auf den stark unebenen Flächen im Obergeschoss bewährte sich der kalkbasierte Einlagenputz maxit pluscalc 381. Das Ergebnis zeigt ein vorbildlich saniertes Objekt, bei dem Wert und Sinn der Denkmalpflege hervorragend zum Ausdruck kommen.
großer, heller Tagungsraum mit vielen Tischen und Stühlen
Im Sitzungssaal wie im gesamten Erdgeschoss war das Mauerwerk aufgrund der fehlenden Abdichtung sehr feucht. Anstatt eines Sanierputzes wurde ein Kalkputz mit der Zugabe von Trass eingesetzt, um die Feuchtebeständigkeit zu erhöhen.

Das zerklüftete Mauerwerk erforderte jedoch Putzdicken von 4 – 6 cm, was zu längeren Trocknungsphasen führte und sich auf die Bauzeitplanung auswirkte.

Objektdaten

  • Gebäudeart: Denkmalgeschütztes Gebäude, Baujahr 1666
  • Standort: Neues Schloss der Fürstenfamilie Lobkowitz in Waldthurn
  • Bauherr: Markt Waldthurn
  • Eigentümer: Katholische Kirchenstiftung Waldthurn
  • Planung: Dipl.-Ing. Rudolf Meissner, Bauleitung Dipl.-Ing. Petra Reil
  • CO2-Einsparung: ca. 86 Prozent (≈ 140 t/a)
  • Projekt: _ Fassaden- und Innensanierung mit Maxit-Produkten
  • Fachunternehmer: Gallitzendörfer Innenausbau und Fassade GmbH, Josef Reger Bau GmbH
  • Fertigstellung: 2023
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