Dacheindeckung
Da das Dach starken Belastungen, wie Wind, Regen, Schnee und Eis ausgesetzt ist, kommt der Auswahl der Materialien für die Dacheindeckung eine große Bedeutung zu. Bei der Planung eines Neubaus sowie einer Dachsanierung muss sichergestellt werden, dass das verwendete Material auf die Dachneigung abgestimmt wird. Neben den klassischen Tondachziegeln liegen aktuell auch Materialien wie Kunststoff oder Blech im Trend. Zudem muss der Dachstuhl das Gesamtgewicht der Eindeckung auch tragen können. Informieren Sie sich über das passende Eindeckungsmaterial, so wird Ihnen die Entscheidung für Ihr neues Dach leichter fallen.
Mit welchen Materialien kann ich mein Dach eindecken?
Ton
Tondachziegel werden aus natürlichem Ton und Wasser hergestellt und sind die Klassiker unter den Dachmaterialien. Unterschiedliche Verarbeitungstechniken ermöglichen ein breites Farbspektrum und verschiedene Oberflächen. Um eine spezifische Farbe zu erzielen, wird vor dem Brennvorgang eine wässrige Tonschlämme auf die Oberfläche gesprüht. Der Glanzgrad wird durch Zugabe von Silikaten erreicht. Ziegel nehmen durch kapillare Poren Feuchtigkeit auf und geben diese schnell wieder ab. Tondachziegel sind regendicht, hitze-, frost- und hagelbeständig.
Metall & Blech
Metalldächer können aus Materialien wie Aluminium, Titanzink oder Kuper bestehen. Diese Materialien werden in Form von Dachschindeln angeboten und nicht nur für die Dacheindeckung, sondern auch für die Fassadenverkleidung verwendet. Besonders beliebt sind Dächer aus Blech. Hierbei handelt es sich um flache Tafeln, die aus Metall gefertigt werden. Eine Dacheindeckung aus Blech vereint Ästhetik und Funktionalität miteinander. Ein besonderer Vorteil einer Dacheindeckung aus Blech besteht in der großen Vielseitigkeit an Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem verfügt dieses Eindeckungsmaterial über eine lange Lebensdauer, ist wartungsfrei, korrosionsbeständig, widerstandsfähig und recycelbar.
Bitumen
Dachschindeln gibt es nicht nur aus Metall und Blech, sondern auch aus Bitumen. Bitumenschindeln kommen jedoch nur bei Gartenhäusern, Carports und Vordächern zum Einsatz. Sie sind leicht, biegsam und können einfach geschnitten werden. Zudem verfügt Bitumen über eine hohe Alterungs-, UV- und Witterungsbeständigkeit. Je höher die Materialstärke einer Schindel, desto höher die Wärme- und UV-Beständigkeit. Deshalb eignen sich Bitumenschindeln besonders für Regionen mit extremen Witterungsverhältnissen.
Beton
Betonziegel unterscheiden sich von Tondachziegeln durch ihr Material. Sie bestehen aus Zement, quarzhaltigem Sand und Wasser. Sie zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine einfache und zeitsparende Verlegung aus. Auch diese Dachziegel gibt es aufgrund spezieller Fertigungs- und Beschichtungsverfahren in unterschiedlichen Größen und Formen.
Faserzement
Faserzement wird in vielen unterschiedlichen Farben und Formen angeboten und besteht aus Wasser, Zement, Zellstoff und feinen Armierungsfasern. Häufig ähneln Faserzementplatten dem natürlichen Material Schiefer, obwohl es sich beim Faserzement um ein künstliches Produkt handelt. Spezifische Beschichtungsverfahren sorgen auch bei Faserzementplatten für ein großes Farbangebot. Diese Dachplatten haben den Vorteil, dass sie ein geringes Gewicht haben und sich leicht verlegen lassen.
Wie werden Dachziegel aus Ton hergestellt?
Tondachziegel werden aus den Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft gefertigt. Diese Dachziegel sind Naturprodukte, die natürlich altern und dabei eine Patina bilden. Dadurch sind sie regendicht, hitze-, frost- und hagelbeständig. Zudem zeichnen sich Dachziegel aus Ton durch eine überdurchschnittlich hohe Lebensdauer aus. Doch wie werden diese leistungsfähigen Ziegel hergestellt?
Der Herstellungsprozess von Tondachziegeln hat sich von früher zu heute kaum verändert. Jedoch wird die aufwendige Handarbeit durch Maschinen ersetzt und hochmoderne Tunnelöfen vollziehen den Brennvorgang. Zunächst muss der Ton aufbereitet werden. Er wird zerkleinert, gewalzt, geknetet, befeuchtet und von Fremdstoffen befreit. Durch diese Arbeitsschritte erhält der Ton seine Plastizität. Wenn spezielle Farbeffekte erzielt werden sollen, können verschiedene Tone gemischt oder mineralische Zuschlagstoffe beigegeben werden.
Durch den anschließenden Trocknungsprozess wird dem Ton die Feuchtigkeit entzogen. Nun können die Dachziegel bei Bedarf glasiert oder engobiert werden. Durch den Brennprozess bei Temperaturen von 900 bis 1200° C wird der Dachziegel widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und Verschmutzung. Je nach Material und Brennvorgang entstehen auf diese Weise rote oder grauschwarze Ziegel. Einmal gebrannt ist der Dachziegel unbrennbar. Wenn die Ziegel fachgerecht eingedeckt werden, können sie Ihr Dach über Jahrzehnte hinweg vor Regen und Wind schützen.

Wodurch zeichnet sich eine Dacheindeckung aus Beton aus?
Betondachsteine sind für viele Bauherren eine wirtschaftliche Alternative zum Tonziegel. Sie werden durch Mischen von Zement, quarzhaltigem Sand und Wasser hergestellt. In die Beschichtungsfarben sind Eisenoxidpigmente und feine mineralische Füllstoffe eingebettet.
Nicht nur Tondachziegel und Dacheindeckungen aus Blech, sondern auch Betondachsteine sind in einem breiten Spektrum an Formen, Farben und Oberflächen erhältlich. Auch in Bezug auf die Frost-, Hitze- und Hagelbeständigkeit stehen Betonsteine den anderen Materialien der Dacheindeckung in nichts nach. Im Gegenteil: Denn Dachsteine aus Beton sind extrem bruchfest und liegen sicher auf dem Dach.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Dachziegeln und Dachsteinen?

Für die Wahl des geeigneten Materials zur Dacheindeckung muss der Unterschied zwischen Dachziegeln und Dachsteinen geklärt werden. Dachziegel werden aus Ton hergestellt, wohingegen Dachsteine aus Beton bestehen. Auch in Bezug auf das Herstellungsverfahren gibt es einige Unterschiede. Dachziegel zeichnen sich vor allem durch ihren Brennprozess bei Temperaturen von 900 bis 1200° C aus. Betondachsteine werden nicht gebrannt, sondern bei 60° C sechs bis acht Stunden spezialgetrocknet.
Zudem werden Dachsteine mit der Zeit immer robuster. Sie sind hart wie Stein und schwerer als Tondachziegel. Auch die Behandlung der Oberflächen dieser beiden Materialien für die Dacheindeckung unterscheidet sich. Um eine andere Farbgebung zu erzielen, werden Tondachziegel glasiert oder engobiert. Die Farbe von Dachsteinen kann durch Farbpigmente geändert werden, wodurch beispielsweise blaue Dachsteine entstehen können. Beide Baustoffe sind langlebig, wartungsfrei und robust und eignen sich für eine ideale Dacheindeckung.
Welche Vorteile hat eine Dacheindeckung aus Blech?
Metall und Blech findet zunehmend Eingang in die moderne Dacheindeckung und Fassadengestaltung. Dieser Baustoff überzeugt als robuster, langlebiger und wartungsfreier Werkstoff. Vor allem diese drei Merkmale machen Blech für die Dacheindeckung so attraktiv. Neben den zahlreichen Oberflächen und Farben gibt es Blech in vielen Formen und Eindeckungsarten, was dieses Material gestalterisch reizvoll macht. Blech kann für komplette Dacheindeckungen oder architektonische Akzente wie Balkone oder Gauben verwendet werden. Wie Sie sehen, ist Blech ein wandlungsfähiger Werkstoff, der eine abwechslungsreiche Dachgestaltung ermöglicht.
Zudem sind Metalldächer nicht brennbar und 100 % recyclingfähig. Als Naturwerkstoff entwickelt Blech im Laufe seiner Lebensdauer, durch die Einwirkung von Feuchtigkeit, eine feste Patina. Hierbei handelt es sich um eine Schutzschicht, die für den hohen Korrosionswiderstand und die Langlebigkeit des Metalls verantwortlich ist. Deswegen kann eine Dacheindeckung aus Blech selbst schweren Witterungsverhältnissen standhalten. Darüber hinaus ist Metall ein ungiftiges und umweltsicheres Produkt. Auch in Bezug auf die Kosten hat das Metalldach Vorteile. Laut Experten zählt die Dacheindeckung mit Blech zu einer der kostengünstigsten Methoden am Markt.

Wie kann ich meine Dacheindeckung vor Sturm schützen?

Das Dach soll Ihr Heim vor extremen Witterungen, wie starken Stürmen schützen. Aus diesem Grund werden für jede deutsche Windzone hohe Anforderungen an die technische Befestigung der Dachziegel gestellt. Viele Sachversicherer verlangen mittlerweile eine professionelle Sturmsicherung.
Aufgrund der Verkehrssicherungspflicht haften Hauseigentümer für Schäden, die z. B. durch herabfallende Dachziegel entstehen können. Daher muss Ihre Dacheindeckung äußerst robust sein und fachgerecht verlegt werden. Hausbesitzer können von dieser Haftung entbunden werden, wenn sie nachweisen können, dass die Vorschriften zur Sturmsicherung eingehalten wurden und das Dach regelmäßig gewartet wird.
Eine Lösung für dieses Problem ist der Einsatz von geprüften Sturmklammern. Diese reduzieren die Gefährdung von herabfallenden Dachziegeln auf ein Minimum. Sturmklammern sind für alle Arten und Modelle von Tondachziegeln und Dachsteinen erhältlich. Sie werden als „Klammern zum Einschlagen“ und als „Klammern zum Einhängen“ angeboten.
Wie kann ich auf meinem Dach Akzente setzen?
Schon seit der Antike wir der oberste Abschluss des Hauses traditionell geschmückt. Was in früheren Zeiten eine Maßnahme war, um die Götter gnädig zu stimmen, dient heute als fröhliches Unterscheidungsmerkmal. Das Angebot an Schmuckelementen ist groß: Zu den Klassikern zählen Giebelreiter, Wasserspeier, Wetterfahnen und Wetterhähne. Aber auch moderne Interpretationen, wie Turmkugeln, Turmspitzen und diverse Figuren, sind in Deutschland beliebte Accessoires.
Gefertigt wird der Dachschmuck aus Ton, Harz oder Metall. In den meisten Fällen lassen sich die Schmuckelemente ohne großen Aufwand am Giebel, am First oder an der Dachrinne befestigen. Bei kleineren Elementen reicht eine einfache Verklebung oder Verschraubung. Bei größeren Figuren mit einer entsprechend großen Windangriffsfläche ist es ratsam, diese mittels Gewindestangen mit dem Sparren zu verschrauben.
