Putz
Wenn der Putz an Ihrer Fassade mit der Zeit Risse und Löcher bekommt, sollten Sie über eine Modernisierung der Außenfassade nachdenken. Denn ohne eine intakte Fassade ist Ihr Eigenheim nicht ausreichend vor Witterungseinflüssen geschützt. Wenn Sie sich für einen neuen Putz entscheiden, können Sie zwischen mineralischen und organischen Putzen wählen. Zudem können Sie Ihrem Haus mithilfe verschiedener Putzstrukturen einen individuellen Charakter verleihen.
Welche Aufgaben muss der Oberputz an meiner Fassade erfüllen?

Ein Oberputz wird auf die Fassade eines WDVS aufgetragen und muss eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen. Der Oberputz muss das Haus vor Wind und Wetter schützen, den mechanischen Beanspruchungen standhalten und die Luftfeuchtigkeit regulieren. Zudem sollte der Putz eine ansprechende Optik besitzen und Ihre Fassade dauerhaft frisch erscheinen lassen.
Moderne Sanierputze sind mit speziellen Luftporen ausgestattet. Diese Porenstruktur ermöglicht die Einlagerung bauschädlicher Salze und Feuchtigkeit. Dadurch können Bauschäden, die durch Feuchte und Salze entstehen, minimiert werden. Zudem gibt es auch Putze mit Selbstreinigungseffekt. Diese High-Tech Putze können die Schönheit Ihrer Fassade dauerhaft erhalten. Durch die spezifische Oberfläche dieses Putzes wird das Festsetzen von Algen und Schmutz deutlich erschwert. Außerdem gibt es Thermoputze die sich wiederum durch eine besonders gute Wärmeisolierung auszeichnen.
Welches Material sollte ich für meinen Außenputz verwenden?
Bei Putzen unterscheidet man zwischen zwei Gruppen – den Kunststoff- und den Mineralputzen. Die Wahl des richtigen Außenputzes hängt von der Bauweise Ihres Hauses, vom Klima sowie von den Witterungsverhältnissen ab. Letztendlich aber entscheidet auch Ihr persönlicher Geschmack bei der Auswahl des richtigen Putzes für Ihre Fassade.
Kunststoffputz
Kunststoffputz wird durch die Zugabe organischer Bindemittel hergestellt und bereits gebrauchsfertig angeboten. Da dieser Putz an der Außenfassade in mehreren dünnen Schichten aufgetragen wird, darf die Wand keine groben Unebenheiten aufweisen. Kunststoffputze sind wetterbeständig, scheuerfest, strapazierfähig, wasserdampfdurchlässig und leicht zu verarbeiten.

Mineralputz
Für einen Mineralputz werden Sand und mineralische Zuschlagstoffe und Bindemittel (Zement, Kalk oder Gips) zu einer Masse verbunden. Je nach mineralischem Zusatz ändern sich Härte, Struktur und Festigkeit des Putzes. Für Außenfassaden eignen sich vor allem Kalk-, Kalkzement- und Zementmörtel. Für Sanierungen und historisch wertvolle Bauten sind Silikatputze zu empfehlen.
Kann ich selbst den Zustand des Putzes an meiner Fassade überprüfen?

Wenn der alte Putz abbröckelt oder starke Beschädigungen aufweist, sollte die gesamte Außenfassade erneuert werden. Doch Risse und kleinere schadhafte Stellen sind leicht zu reparieren. Soll die Fassade nun komplett modernisiert werden oder reicht eine kleine Reparatur aus? Eine Entscheidung zu treffen, fällt manchmal schwer. Durch diese einfachen Testverfahren können Sie selbst feststellen, ob eine Modernisierung Ihrer Fassade notwendig ist oder nicht.
Sichttest
Sichtbare Schäden an Ihrer Außenfassade sind Wasserverfärbungen, Schmutzablagerungen, Moos- und Algenbildungen sowie Abplatzungen und Rissbildungen.
Klopftest
Klopfen Sie den Putz an verschiedenen Stellen der Außenfassade ab, um mögliche Hohlräume aufzuspüren. Diese müssen geöffnet, gereinigt, verputzt und anschließend grundiert werden.
Wischtest
Wischen Sie mit der Hand über den Untergrund der Fassade. Bröckelt der Putz ab oder bleibt ein weißer Abrieb auf der Handinnenseite, muss Ihre Fassade gründlich abgewaschen und grundiert werden.
Kratztest
Kratzen Sie mit einem spitzen Gegenstand über den Außenputz. Ein mürber bzw. nicht mehr tragfähiger Altanstrich bzw. Putz würde abplatzen und müsste repariert werden.
Abreißtest
Drücken Sie ein 20 cm langes Klebeband an die Außenfassade und ziehen Sie es ruckartig ab. Wenn ein Stück Putz hängen bleibt, sollte die gesamte Fläche der Fassade auf losen Putz untersucht werden.
Saugfähigkeitstest
Spritzen Sie sauberes Wasser gegen die Fassade. Wird die Feuchtigkeit sehr schnell vom Putz aufgenommen, ist die Fassade zu saugfähig und sollte daher neu grundiert werden.
Wie kann ich Schäden am Außenputz ausbessern und beheben?
Schäden am Außenputz können von Rissen über flächige Abplatzungen reichen. Diese Schäden sind nicht nur störend für die Optik des Hauses, sondern können über einen längeren Zeitraum die Bausubstanz schädigen. Daher sollten Risse im Putz oder Abplatzungen an der Fassade schnellstmöglich behoben werden. Es muss jedoch zwischen putzbedingten und putzgrundbedingten Schäden an der Außenfassade unterschieden werden.
Putzbedingte Risse und Schäden können Sie leicht selbst beseitigen. Hierzu zählen beispielsweise Schmutzablagerungen sowie Moos- und Algenbildung. Diese können Sie mit einem Hochdruckreiniger abspritzen. Kleinere Risse im Putz können Sie mit einem Spachtel aufkratzen und mit einem speziellen Rissfüller verschließen. Bei Wasserflecken an der Fassade sollten Sie zunächst die Ursache finden. Anschließend können die Stellen mit einem Feuchtblocker behandelt werden.
Um jedoch putzgrundbedingte Schäden wie große Risse zu beheben, sind häufig umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. Hierfür sollten Sie einen Profi zu Rate ziehen. Nutzen Sie unseren Standortfinder , um einen geeigneten Fachmann in Ihrer Nähe zu finden.

