Terrasse
Die Terrasse ist das Bindeglied zwischen Haus und Garten. Vor allem in der warmen Jahreszeit spielt sich hier ein großer Teil des Alltags ab. Um die Nutzungsmöglichkeiten Ihrer Terrasse perfekt auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen, sollten Sie sich bereits während der Planung Gedanken über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten machen. Im Fachhandel gibt es eine große Auswahl an zahlreichen Bodenbelägen, wie Terassenplatten, Natursteinplatten, Garten- oder Terassen Fliesen die sich durch Material, Farbe und Form voneinander unterscheiden.
Was sollte ich bei der Planung meiner Terrasse beachten?
Während des Hausbaus sollten Sie sich gleich Gedanken über Ihre Terrassengestaltung machen. Um die Terrasse harmonisch in das Gesamtbild Ihres Grundstücks zu integrieren, sollten Sie im Vorfeld einige Fragen klären:
- Aus welchem Zimmer möchte ich die Terrasse betreten?
- Wie soll der Übergang zum Garten ausgebildet werden?
- zu welcher Tageszeit wird meine Terrasse am häufigsten genutzt? Je nach beabsichtiger Nutzung sollte die Terrasse nach Osten, Süden oder Westen ausgerichtet werden
- Welcher Terrassenstil passt am besten zu mir und meinem Haus?
- Entscheide ich mich für eine rustikale, klassische, elegante, mediterrane, moderne oder naturnahe Terrassengestaltung?
- Welche Materialien habe ich für den Bodenbelag meiner Terrasse zur Auswahl? Entscheide ich mich für Naturstein, Keramik, Betonpflaster, Holz, Thermoholz oder Holzkunststoff?

- Soll der Zugang vom Innenraum zur Terrasse stufenlos verlaufen oder möchte ich den Zutritt in FOrm von Stufen ausbilden?
- Möchte ich meine Terrassenfläche zentral oder seitlich entwässern?
- Soll meine Terrasse mit Markise, Pergola, Sonnensegel oder frei stehenden Sonnenschirmen beschattet werden? Entsprechende Montagemöglichkeiten sollten von Anfang an verbaut werden.
- Möchte ich meine Terrasse begrünen?
- Soll meine Terrasse beleuchtet werden? Dann sollten Sie rechtzeitig für Stromanschluss und Lichtschaltung sorgen.
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Welcher Bodenbelag ist der richtige für meine Terrasse?

Mit Keramikplatten lassen sich Innen- und Außenbereich harmonisch verbinden. Bei 1.100 °C unter starkem Druck gebrannt, zeigen sie sich facettenreich, farb- und lichtecht. Da keramische Platten im Außenbereich großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, müssen sie eine Vielzahl an Eigenschaften besitzen: Keramikplatten sollten frostsicher, strapazierfähig und abriebfest sein. Besonders wichtig ist die Rutschfestigkeit, damit Sie auch bei Nässe trittsicher über Ihre Terrasse laufen können.

Viele Bauherren entscheiden sich gerne für Natursteine, weil sie hervorragend in den Naturraum Garten passen. Natursteine sind sehr individuell, da sich jede Platte in Textur und Farbnuance unterscheidet. Als Naturprodukte sind sie zudem antiallergisch und giftstofffrei. Beliebt sind Gesteinsarten wie Sandstein, Quarzit und Granit. Granit ist ein Tiefengestein aus Feldspat, Glimmer und Quarz, was sehr stabil und witterungsbeständig ist. Es gibt Granitplatten in schönen warmen Farben, die von dezentem Hellgelb bis hin zu einem kräftigen Sonnengelb reichen.

Für eine wohnliche und gemütliche Terrassengestaltung eignen sich hervorragend Terrassendielen aus Holz. Für den Außenbereich sind ebenfalls Holzverbundwerkstoffe empfehlenswert. Bei regelmäßiger Pflege kann das richtige Terrassenholz Wind und Wetter trotzen und viele Jahre lang bestehen. Besonders zwischen Haus und Garten, z.B. bei einer Hanglage, ist eine Holzterrasse die erste Wahl. Neben einheimischen Holzarten wie Douglasie, Robinie oder Lärche bieten sich tropische Hölzer wie Bambus oder Bangkirai oder Holz-Kunststoff-Gemische an.

Terrassenplatten aus Betonstein galten früher eher als langweilig. Das hat sich inzwischen verändert. Betonsteinplatten sind heute oft kaum mehr von Natursteinplatten zu unterscheiden. Moderne Betonsteinplatten überzeugen durch viele Formate und Oberflächen und bieten sich somit auch für die Gartengestaltung an. Hersteller liefern Betonsteine in zahlreichen Farbtönen, Größen und Formen. Besonders beliebt sind derzeit die Großformate. Hochwertige Terrassenplatten aus Beton enthalten einen Natursteinanteil und schmutzabweisende Beschichtungen.
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Was muss ich beim Terrassenbau beachten?
1. Untergrund vorbereiten
Für den Terrassenbau sollte der Boden bestmöglich verdichtet werden, um Ihrer Terrasse eine stabile Grundlage zu geben. Der Untergrund sollte auf eine gleichmäßige Höhe gebracht werden. Jedoch sollte ein Gefälle von 1 % (vom Haus weg) eingeplant werden, damit der Niederschlag zügig unter der Terrasse abfließen kann.
4. Unterkonstruktion abkoppeln
Auch bei guter Planung kann nicht vermieden werden, dass sich zwischen dem Untergrund und der Unterkonstruktion Wasser ansammelt und Staunässe bildet. Dies geschieht, wenn der Abstand zwischen Unterkonstruktion und Untergrund zu klein ist. Über die Zeit kann Feuchtigkeit die Unterkonstruktion angreifen. Daher sollten Sie auf einen ausreichenden Abstand achten, der durch die Aufbringung von Gummi- oder Kork-Pads erreicht werden kann.
2. Unkrautvlies einbringen
Beim Bau Ihrer neuen Terrasse sollten Sie auf die Integration eines Unkrautvlies achten. Das Unkrautvlies verhindert das Wachsen von Pflanzen und nimmt ihnen die Möglichkeit, unter Ihrer neuen Terrasse zu gedeihen.
5. Unterkonstruktion fixieren
Sie können Ihre Terrasse zwar schwimmend verlegen, jedoch ist es empfehlenswert, die Unterkonstruktion mit L-Winkeln auf dem Untergrund zu fixieren. Durch eine Verbindung der Terrasse mit dem Untergrund wird ein verziehen der Konstruktion vermieden.
3. Fundament gründen
Das Streifenfundament zeichnet sich durch seine hohe Stabilität aus. Jedoch erfordert ein Streifenfundament viel Planung und Vorbereitung. Wesentlich einfacher ist die Nutzung von Terrassenplatten aus Beton als Fundament für Ihre neue Terrasse. Die Terrassenplatten sind einfach zu verlegen und ermöglichen eine flexible Terrassengestaltung.
6. Terrassendielen abkoppeln
Wie bei der Unterkonstruktion ist es auch bei der Verlegung der Terrassendielen sinnvoll, Staunässe zwischen Unterkonstruktion und Terrassendielen zu vermeiden. Neben verschiedenen Clip-Systemen (zur nicht-sichtbaren Verlegung Ihrer Terrassendielen), gibt es für die sichtbare Verschraubung der Dielen einfache Helfer wie Distanzleisten oder Abstandhalter. Dadurch erhält Ihre Terrasse ein Schutz vor Staunässe.
Wie halte ich meine Terrasse schadenfrei?
Bereits bei der Planung Ihrer neuen Terrasse sollte der Standort, die örtlichen Begebenheiten Ihres Grundstücks und die jeweiligen Bauvorschriften berücksichtigt werden. An sehr nassen und schattigen Standorten wie auf der Nordseite ist beispielsweise die Verwendung von dauerhaftem Holz empfehlenswert. Bei der Auswahl der Materialien sollte auch an die spätere Wartung und Pflege gedacht werden. Denn mit dem Alter einer Terrasse verändert sich auch ihr Aussehen. Manche Holzdielen bekommen eine schöne silbergraue Patina. Die UV-Strahlung der Sonne, Regen und weitere Umwelteinflüsse haben maßgeblichen Einfluss auf die Vergrauung von Terrassendielen. Bei Terrassenplatten und Pflasterklinker können mit der Zeit unschöne Ausblühungen oder Kantenbrüche entstehen.
Es ist gut zu wissen, wie Sie Ihre neue Terrasse langfristig schützen können. Denn Wasser, Frost und Hitze setzen auch hochwertigen Terrassenbelägen zu. Mit den aufgeführten Produkten können Sie bei fachgerechter Anwendung Ihre Terrasse schadenfrei halten:
- hochwertiger Pflasterfugenmörtel
- qualitativer Pflasterbettungsmörtel
- Splittbinder aus Kunstharz
- Unkrautvlies
- Drainagesysteme
- Entwässerungsrinnen




